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Bandwaagen (Förderbandwaagen)
Bandwaagen (auch Förderbandwaagen oder Gurtwaagen genannt) dienen zur kontinuierlichen Messung des Massendurchsatzes von Schüttgut auf dem Förderband. Mit ihnen lässt sich der Rohstoffverbrauch kontrollieren, Mischungsverhältnisse überwachen, die Be- und Entladung erfassen und der technologische Prozess steuern – ohne den Transport anhalten zu müssen.
Im Programm von InterProcess befinden sich drei Modelle von Bandwaagen, die für unterschiedliche Lastbereiche und Genauigkeitsanforderungen konstruiert wurden. Das Flaggschiffmodell WPC1 vereint höchste Präzision mit robuster Bauweise, während WPC2 die Wägezone um weitere Module erweitert und eine Genauigkeit unter ±0,25 % erreicht. Das kompakte Modell WPL ist die kostengünstigste Lösung – ideal dort, wo Einfachheit und begrenzter Einbauraum entscheidend sind. Wir fertigen bewährte Konstruktionen, die zur Montage auf vorhandenen Förderbändern bereit sind, und liefern bei untypischen Anlagen maßgeschneiderte Lösungen.
Funktionsprinzip der Bandwaage
Eine typische Bandwaage besteht aus einer Wägebrücke (Tragrahmen), die auf DMS-Wägezellen montiert ist, einem elektronischen Messgerät (Integrator) und einem Gurtgeschwindigkeitssensor. Die DMS-Wägezellen messen die Gurtbelastung in der Wägezone und erzeugen ein zur Materialmasse proportionales Spannungssignal. Gleichzeitig liefert der Geschwindigkeitssensor – meist an der Umlenktrommel montiert – die aktuelle Gurtgeschwindigkeit in Form von Impulsen.
Aus diesen beiden Signalen berechnet der Integrator den Massendurchsatz (kg/s oder t/h) sowie den Zählerfortschritt (kg, t). Darüber hinaus ermöglichen moderne Integratoren die Kommunikation mit übergeordneten Systemen (SPS, SCADA) über industrielle Protokolle wie Modbus, Profibus, Profinet oder EtherNet/IP. So wird die Bandwaage zum integralen Bestandteil der Prozessautomatisierung des Werks.
Bandwaage WPC1 – höchste Präzision

Die WPC1 ist die von uns am häufigsten empfohlene Bandwaage. Ihre Konstruktion basiert auf einem Parallelogrammrahmen aus Flachfedern – ohne Hebel und Drehpunkte – und wurde speziell für die dynamischen Anforderungen von Wägesystemen bei sehr hohen Belastungen entwickelt. Der Einsatz einer einzelnen DMS-Wägezelle aus Edelstahl mit Schutzart IP68/69K minimiert das Ausfallrisiko. Darüber hinaus gewährleisten teleskopierbare Arme eine optimale Anpassung an das vorhandene Förderband.
Technische Daten WPC1:
- Genauigkeit: Messfehler unter ±0,5 %
- Gurtbreite: 500 bis 2000 mm
- Max. Durchsatz: bis 12 000 t/h
- Wägezelle: DMS, Edelstahl, IP68
- Konstruktion: Parallelogrammrahmen aus Flachfedern, ohne Drehpunkte
- Justierung: Rollennivellierung möglich
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Bandwaage WPC2 – höchste Genauigkeit

Die WPC2 besteht im Grunde aus zwei oder mehr hintereinander auf einem Förderband montierten WPC1-Einheiten. Die verlängerte Wägezone ermöglicht eine genauere Mittelung der Gurtbelastung, was zu einer noch höheren Messgenauigkeit führt. Alle Vorteile der WPC1-Konstruktion – Parallelogrammrahmen, IP68-Wägezelle, keine Drehpunkte – gelten auch hier.
Technische Daten WPC2:
- Genauigkeit: Messfehler unter ±0,25 %
- Konfiguration: zwei oder mehr WPC1-Rahmen in Reihe
- Gurtbreite: 500 bis 2000 mm
- Max. Durchsatz: bis 12 000 t/h
- Wägezelle: DMS, Edelstahl, IP68
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Bandwaage WPL – kompakt und preisgünstig

Das Modell WPL ist die kleinste und preisgünstigste Bandwaage in unserem Programm. Dank kompakter Abmessungen eignet sie sich besonders dort, wo der Einbauraum begrenzt ist – beispielsweise an mobilen Brechern oder kurzen Förderbändern. Trotz der kompakten Bauweise ist die Konstruktion auch bei hohen Belastungen sehr steif, und die geschützten DMS-Wägezellen sind vor mechanischer Beschädigung gesichert.
Technische Daten WPL:
- Genauigkeit: ±1–2 %
- Gurtbreite: bis 1200 mm
- Max. Durchsatz: bis 4000 t/h
- Wägezellen: zwei DMS-Wägezellen (Aluminium), IP67
- Justierung: Nivellierung der Waage möglich
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Vergleich der Bandwaagen-Modelle
| Parameter | WPC1 | WPC2 | WPL |
|---|---|---|---|
| Genauigkeit | <±0,5 % | <±0,25 % | ±1–2 % |
| Gurtbreite | 500–2000 mm | 500–2000 mm | bis 1200 mm |
| Max. Durchsatz | 12 000 t/h | 12 000 t/h | 4000 t/h |
| DMS-Wägezellen | 1× Edelstahl IP68 | 2× Edelstahl IP68 | 2× Aluminium IP67 |
| Rahmenkonstruktion | Parallelogramm (Flachfedern) | Mehrpunkt (WPC1 in Reihe) | Kompakt, steif |
| Nivellierung | Rollen | Rollen | Waage |
| Typische Anwendung | Universal – die meisten Anwendungen | Höchste Präzision, Handelsabrechnung | Begrenzter Einbauraum, mobile Brecher |
Messelektronik und Steuerungssysteme
Jede Bandwaage von InterProcess arbeitet mit unserer eigenen Messelektronik, die weit mehr als nur die Verwiegung des durchfließenden Materials ermöglicht. Je nach Anwendungsanforderungen kann das System mit Funktionen zur Durchflussregelung, Chargendosierung (Batchbetrieb), Kommunikation mit SPS und SCADA (Modbus RTU/TCP, Profibus DP, EtherNet/IP) sowie zur Aufzeichnung von Produktionsdaten ausgestattet werden. Darüber hinaus ermöglicht das HMI-Interface dem Bediener die intuitive Überwachung des Durchsatzes, die Änderung von Parametern und den Zugriff auf die Messhistorie.
Für jede unserer Waagen können wir ein Kalibrierzertifikat mit berechneter Messunsicherheit ausstellen. Unser Ingenieurteam übernimmt auch Montage, Inbetriebnahme und Kalibrierung vor Ort – sowohl mit der statischen Methode (mit Prüfgewichten) als auch mit der Materialmethode (Vergleich mit einer Referenzwaage).
Wenn Sie eine präzisere Dosierung von Material mit aktiver Durchflussregelung benötigen und nicht nur eine reine Messung, empfehlen wir Ihnen unser Angebot an Banddosierern DTU und DTC, die Wägefunktion mit einer geschlossenen Regelschleife zur Gurtgeschwindigkeitssteuerung kombinieren.
Industrielle Anwendungen von Bandwaagen
Bandwaagen (Förderbandwaagen, Gurtwaagen) kommen in praktisch jeder Branche zum Einsatz, in der Schüttgüter auf Förderbändern transportiert werden. Die häufigsten Anwendungen umfassen den Bergbau (Durchflusskontrolle von Erz, Kohle, Zuschlagstoffen), die Zement- und Kalkindustrie (Monitoring von Rohstoffen und Fertigprodukten), die Energiewirtschaft (Messung von Kohle und Biomasse auf dem Weg zum Kessel), die Recyclingbranche (Verwiegung von Abfällen auf Sortieranlagen) sowie die Lebensmittel- und Chemieindustrie (Rohstoffbilanzierung und Verbrauchskontrolle). In all diesen Fällen ermöglicht die kontinuierliche Massendurchsatzmessung eine Prozessoptimierung, Reduzierung von Materialverlusten und Erfüllung von Abrechnungsanforderungen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Die Wahl des Modells hängt von der geforderten Genauigkeit, der Gurtbreite und den Einbaubedingungen ab. WPC1 ist das universelle Modell für die meisten Anwendungen mit einer Genauigkeit unter ±0,5 %. Wenn Sie eine noch höhere Präzision benötigen (unter ±0,25 %), beispielsweise für Handelsabrechnungen, ist WPC2 mit erweiterter Wägezone die bessere Wahl. WPL hingegen ist die ideale Lösung bei begrenztem Einbauraum, wenn eine Orientierungsgenauigkeit (±0,5–2 %) ausreichend ist.
Die Kalibrierung einer Bandwaage kann auf zwei Arten erfolgen. Die statische Methode besteht darin, Prüfgewichte bekannter Masse auf die Waage bei leerem Gurt aufzulegen – sie ist schnell und einfach durchzuführen. Die Materialmethode hingegen vergleicht die Anzeige der Bandwaage mit einer Referenzwaage (z. B. einer Fahrzeugwaage) für dieselbe Materialcharge. Dies ist die genaueste Methode, die bei der Inbetriebnahme und periodischen Kontrollen empfohlen wird. Darüber hinaus sollte die Nullpunktkalibrierung – Überprüfung der Anzeige bei leerem, laufendem Gurt – täglich oder mindestens einmal wöchentlich durchgeführt werden.
Eine Bandwaage misst den Massendurchsatz auf einem vorhandenen Förderband des Kunden – ihre Hauptfunktion ist die Messung und Totalisierung. Ein Banddosierer hingegen ist ein komplett eigenständiges Gerät mit integriertem Förderband, eigenem Antrieb und geschlossener PID-Regelschleife, das die Gurtgeschwindigkeit aktiv regelt, um einen vorgegebenen Massendurchsatz einzuhalten. Wenn Sie nur eine Messung benötigen – wählen Sie die Bandwaage. Wenn Sie eine präzise Dosierung mit automatischer Regelung benötigen – ist der Banddosierer die richtige Lösung.
Die Genauigkeit einer Bandwaage wird von vielen Faktoren beeinflusst. Die wichtigsten sind Qualität und Zustand des Fördergurts (gleichmäßige Dicke, Sauberkeit), Stabilität der Förderbandkonstruktion (keine Vibrationen, korrekte Nivellierung), gleichmäßige Materialaufgabe sowie regelmäßige Null- und Spannkalibrierung. Darüber hinaus ist die Position der Waage auf dem Förderband entscheidend – sie sollte sich in einem Bereich befinden, der frei vom Einfluss des Antriebs und der Spannstation ist, mit ausreichend geraden Abschnitten vor und nach der Wägezone.
Ja – unsere Bandwaagen sind für die Nachrüstung auf vorhandenen Förderbändern konzipiert. Die teleskopierbaren Arme der Modelle WPC1 und WPC2 gewährleisten die Anpassung an verschiedene Rollenabstände. Bei untypischen Konstruktionen – beispielsweise Förderbänder mit nicht standardmäßiger Breite oder unüblichem Profil – konstruieren wir die Waage individuell nach den Einbaubedingungen des Kunden. Unser Ingenieurteam übernimmt Montage, Inbetriebnahme und Kalibrierung vor Ort.
Bandwaage benötigt?
Kontaktieren Sie uns – senden Sie uns einfach die Daten Ihres Förderbands, des transportierten Materials und die geforderte Genauigkeit, und wir wählen das passende Modell aus und erstellen ein vollständiges Angebot.
Warum unsere Lösungen?
Eigene Fertigung – Bandwaagen werden in unserem Werk konstruiert und produziert
Individuelle Anpassung – wir passen die Waage an das vorhandene Förderband an
Komplettlösung – von der Planung über Montage, Kalibrierung bis zum Service
Kalibrierzertifikat – für jede Waage mit berechneter Messunsicherheit
Branchenübergreifende Erfahrung – Bergbau, Zement, Energie, Recycling, Lebensmittel
Technischer Support und Service – mit schneller Reaktionszeit, auch im 24/7-Betrieb