Volumetrische Schneckendosierer

Volumetrische Schneckendosierer DSL V

Wirtschaftliche Schneckendosierer für die Förderung von Schüttgütern mit geregelter Leistung — von 0,5 bis 25.000 l/h. Einfache Konstruktion ohne Wägesystem, Wiederholgenauigkeit von ±2–4% nach der Kalibrierung und die Möglichkeit, später auf ein vollständiges gravimetrisches Loss-in-Weight-System aufzurüsten.

±2–4% Wiederholgenauigkeit nach der Kalibrierung 0,5 – 25.000 l/h Leistungsbereich 1:12 Regelbereich einer Schnecke FDA · ATEX Konformität der Ausführung

Was volumetrische Dosierung ist

Wirtschaftlichkeit auf Basis eines konstanten Volumens je Zeiteinheit

Volumetrische Schneckendosierer sind die wirtschaftlichste Lösung, um Schüttgüter mit geregelter Leistung zu fördern. Anders als bei gravimetrischen Systemen beruht die Mengenregelung auf der Drehzahl des Dosierorgans — einer Schnecke mit Führungswelle oder einer Spirale. Dank der einfachen Konstruktion ohne Wägesystem sind die Investitionskosten niedriger, und dennoch erreicht der volumetrische Schneckendosierer nach der Kalibrierung eine Wiederholgenauigkeit von ±2–4% vom Sollwert.

Die Baureihe DSL V eignet sich sowohl als eigenständiges Dosiersystem im kontinuierlichen Betrieb als auch als Teil einer chargenweisen Portionierung. Wichtig dabei: Jeder volumetrische DSL V lässt sich später durch das Hinzufügen einer Wägeeinrichtung mit Wägezellen und eines Controllers zu einem vollständigen gravimetrischen Loss-in-Weight-System aufrüsten — ohne den Dosierer selbst zu tauschen.

±2–4%

maximaler Dosierfehler gegenüber dem Sollwert nach der Kalibrierung

0,5–25.000 l/h

volumetrischer Leistungsbereich der Baureihe DSL V

18–150 mm

Durchmesser der Dosierschnecken und -spiralen, auf das Material abgestimmt

Die Baureihe DSL V

DSL35 V · DSL75 V · DSL150 V

Die volumetrischen Schneckendosierer DSL35 V, DSL75 V und DSL150 V aus Edelstahl in der Übersicht

Referenzen Schneckendosierer — zum Vergrößern klicken

Chargendosierstation in der Lebensmittelindustrie mit Dosierern DSL35V-65 in hygienischer Ausführung
Dosierer DSL35V-40 in der Futtermittelindustrie

Die Baureihe der volumetrischen Dosierer DSL V umfasst drei Baugrößen — DSL35 V, DSL75 V und DSL150 V —, die Schüttgüter unterschiedlichster Eigenschaften und Korngrößen fördern. Die Konstruktion besteht vollständig aus Edelstahl und ist mit einem horizontalen Rührwerk mit eigenem Motor ausgestattet, das für eine gleichmäßige Füllung der Dosierschnecke sorgt.

Die Dosierleistung wird über die Drehzahl des Dosierorgans geregelt — einer Vollschnecke mit Führungswelle oder einer Spirale (Wendel). Beide lassen sich frei tauschen und erweitern so den Dosierbereich eines einzelnen Geräts.

Wichtigste Daten der DSL V

Genauigkeit
max. Fehler ±2–4% vom Sollwert nach der Kalibrierung
Leistung
von 0,5 bis 25.000 l/h
Regelbereich
1:12 (min:max) bei einem Dosierorgan
Dosierorgane
Vollschnecke oder Spirale, ∅18–150 mm
Behälter
Kammer 12,5–60 l, Aufsatzbehälter 30–2400 l
Antrieb
SEW-Getriebemotor 3×400 V; Optionen: 3×500 V, aseptische Ausführung, integrierter Frequenzumrichter
Rührwerk
horizontal, mit eigenem Motor angetrieben
Ausführung
Stahl 1.4301 (AISI 304) oder 1.4404 (AISI 316L)
Oberflächenbehandlung
Elektropolieren oder Glasperlstrahlen, durchgehende Innennähte
Optionen
hygienische Ausführung, ATEX-Ausführung, Aufrüstung zum gravimetrischen System
Bestimmung
trockene Schüttgüter — gut und schwer fließend, belüftend, verdichtend

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Auswahl der Baugröße DSL V

Drei Baugrößen der Dosierkammer decken den Leistungsbereich von 0,5 bis 25.000 l/h ab. Jedes Dosierorgan bietet einen Regelbereich von 1:12 — vollständige Leistungstabellen für die einzelnen Schnecken- und Spiraldurchmesser finden Sie im Datenblatt.

Modell DSL35 V DSL75 V DSL150 V
Leistungsbereich0,5–450 l/h7–5.000 l/h70–25.000 l/h
Dosierorgane∅18–35 mm∅35–74 mm∅74–150 mm
Drehzahl10–250 min⁻¹10–250 min⁻¹10–200 min⁻¹
Kammervolumen12,5 l40 l60 l
Gesamtvolumen mit Behälter30 / 40 / 65 l100 / 200 / 300 l400 / 600 / 1200 / 1800 / 2400 l

Auswahl des Dosierorgans

Spirale oder Vollschnecke?

Die richtige Wahl des Dosierorgans wirkt sich unmittelbar auf Stabilität und Wiederholgenauigkeit der Förderung aus. Je nach den Eigenschaften des Schüttguts setzen wir daher zwei Schneckentypen ein, die sich frei tauschen lassen und so den Dosierbereich erweitern.

Dosierspirale (Wendel) ohne Führungswelle für den volumetrischen Dosierer

Spirale (Wendel) — ohne Kernwelle

Einsatz bei Materialien, die

  • —schwer fließen, zum Beispiel Mehl, Soda oder Granulate
  • —fein und klebrig sind und sich an der Kernwelle ablagern, zum Beispiel Kakao oder Titandioxid
  • —grobkörnig sind und Reibung zwischen Kernwelle und Dosierrohr verursachen
  • —erhöhte Hygieneanforderungen stellen, zum Beispiel in der Lebensmittelbranche
Vollschnecke mit Führungswelle für den Schneckendosierer

Schnecke mit Führungswelle

Einsatz bei Materialien, die

  • —gut fließen und sehr rieselfähig sind, zum Beispiel Salz oder Zucker
  • —leicht belüften und unkontrolliert ausfließen, zum Beispiel Karbonate oder Gips
  • —stark abrasiv sind, zum Beispiel Quarzsand
  • —bruchempfindlich sind, zum Beispiel Flocken oder löslicher Kaffee

Unsicher, welches Dosierorgan das richtige ist? Wir führen Dosierversuche mit dem tatsächlichen Material des Kunden durch — die Wahl von Schnecke oder Spirale bestätigen wir durch Messungen, nicht allein anhand von Katalogdaten.

Materialversuch vereinbaren

Volumetrisch vs. gravimetrisch

Wann einen volumetrischen Dosierer wählen?

Ein volumetrischer Dosierer ist die beste Lösung dort, wo das Material eine verhältnismäßig konstante Schüttdichte hat und die Genauigkeitsanforderungen nicht so streng sind wie bei Mehrkomponentenrezepturen. Er ist zudem die übliche Wahl als Materialzuführung zu einer Wägebehälter, einem Mischer oder einer pneumatischen Förderanlage.

Wo dagegen eine Genauigkeit unter ±0,5%, die vollständige Rückverfolgbarkeit des Massenstroms oder eine Prozessvalidierung (GMP) gefordert ist, empfehlen wir die gravimetrische Lösung DSL G. Dabei ist zu betonen, dass sich jeder DSL V jederzeit zur gravimetrischen Ausführung aufrüsten lässt.

Kriterium Volumetrisch DSL V Gravimetrisch DSL G
MessprinzipKonstantes Volumen je ZeiteinheitKontinuierliche Messung der Gewichtsabnahme (LIW)
Typische Genauigkeit±2–4% vom Sollwert nach der Kalibrierung<±0,5% vom Sollwert
RückführungKeine (offener Regelkreis)PID-Regler (geschlossener Regelkreis)
Kompensation von Dichteschwankungen✗ Manuelle Kalibrierung erforderlich✓ Automatisch, in Echtzeit
Investitionskosten✓ Niedriger — einfachere KonstruktionHöher (Wägesystem und Controller)
Aufrüstung✓ Aufrüstung zum gravimetrischen System möglichVollständiges System von Anfang an
Optimaler EinsatzHomogene Materialien, Zuführung in Behälter, FörderungMehrkomponentenrezepturen, teure Rohstoffe, Audits

Funktionsprinzip

Wie ein volumetrischer Schneckendosierer arbeitet

Im volumetrischen Dosierer gelangt das Schüttgut aus dem Behälter in die Dosierkammer, aus der das Dosierorgan — Schnecke oder Spirale — es mit geregelter Drehzahl weiterbefördert. Die volumetrische Leistung hängt unmittelbar von Drehzahl, Geometrie und Durchmesser des Dosierorgans ab. Das horizontale Rührwerk mit eigenem Motor sorgt für eine gleichmäßige Füllung der Schnecke, was besonders bei kohäsiven und schwer fließenden Materialien zählt.

Die DSL V finden in vielen Prozesskonfigurationen Verwendung — als Materialzuführung in einen Wägebehälter oder Mischer, als Bestandteil einer pneumatischen Förderanlage zur Beschickung von Zellenradschleusen, als Dosierer in einer Verpackungslinie, als Rohstoffzuführung unter einer Big-Bag-Entleerstation sowie als eigenständiges Dosiersystem in einfacheren kontinuierlichen Anwendungen.

Optionen und Konfiguration

Ein Dosierer, konfiguriert auf Material und Prozess

Jeden Schneckendosierer DSL V setzen wir aus Modulen zusammen, die auf die Eigenschaften des Schüttguts und die Rolle des Geräts in der Anlage abgestimmt sind — vom Behältervolumen über die Kammergeometrie bis zur hygienischen oder explosionsgeschützten Ausführung.

Aufsatzbehälter 30–2400 l

Für jede Kammer stehen Behälter unterschiedlichen Volumens zur Verfügung, auch mit strömungsgünstiger Geometrie oder mit rundem Querschnitt und zusätzlichem vertikalem Rührwerk — für schwer fließende und klebrige Materialien.

Austauschbare Dosierorgane

Schnecken und Spiralen unterschiedlicher Durchmesser und Steigungen lassen sich innerhalb eines Geräts frei tauschen — das ermöglicht einen schnellen Wechsel des Leistungsbereichs beim Produktwechsel und eine einfache Demontage zur Reinigung zwischen den Chargen.

Chargenweise Dosierung

Ein Absperrorgan im Materialstrom ermöglicht den Portionsbetrieb: Grobdosierung mit voller Drehzahl und Feindosierung mit reduzierter Drehzahl, mit Korrektur des Abschaltpunkts anhand der vorangegangenen Verwiegungen.

Hygienische Ausführung

Durchgehende Schweißnähte innen und außen, Innenflächen und Innennähte geschliffen (Ra<0,8 µm) — für die Lebensmittel-, Pharma- und Kosmetikindustrie.

Antriebsstrang

Motor 3×400 V mit SEW-Schneckengetriebe; optional Antrieb 3×500 V, aseptische Ausführung oder ein in das Getriebe des Dosierorgans integrierter Frequenzumrichter.

ATEX-Ausführung und weitere Optionen

Ex-Ausführung für explosionsgefährdete Bereiche, vertikales Auslaufrohr sowie die Aufrüstung zum gravimetrischen Loss-in-Weight-System — ohne den Dosierer selbst zu tauschen.

Branchen und Anwendungen

Anwendungen in Schlüsselbranchen

Volumetrische Dosierung von Schüttgütern in der Lebensmittelindustrie

🍞 Lebensmittelindustrie

Förderung von Mehl, Zucker, Salz, Gewürzen, Milchpulver und Lebensmittelzusatzstoffen. Die Konstruktion aus Edelstahl mit FDA-Zulassung bewährt sich in Standardanwendungen ebenso wie in Umgebungen, die HACCP-Konformität verlangen.

Schneckendosierer in der Pharma- und Kosmetikindustrie

💊 Pharma- und Kosmetikindustrie

Förderung von Hilfsstoffen, Granulaten und Vormischungen in Mischer oder Tablettenpressen. Bei GMP-Anforderungen lässt sich der Dosierer zur gravimetrischen Ausführung aufrüsten. Verfügbar ist außerdem eine hygienische Ausführung mit schneller Demontage.

Dosierung von Schüttgütern in der Chemie- und Bauindustrie

⚗️ Chemie- und Bauindustrie

Förderung von Pigmenten, Füllstoffen, Zement, Gips, Düngemitteln und Pflanzenschutzmitteln. Verfügbar sind ATEX-Varianten für staubexplosionsgefährdete Bereiche sowie korrosions- und verschleißbeständige Ausführungen.

FAQ

Häufig gestellte Fragen

Worin unterscheidet sich ein volumetrischer von einem gravimetrischen Dosierer?
Ein volumetrischer Dosierer misst über die Schneckendrehzahl ein konstantes Materialvolumen je Zeiteinheit ab. Er hat keine Rückführung und setzt eine konstante Schüttdichte voraus. Ein gravimetrischer Dosierer (Loss-in-Weight) misst dagegen die tatsächliche Gewichtsabnahme und korrigiert die Schneckendrehzahl in Echtzeit. Der gravimetrische ist dadurch genauer (<±0,5% gegenüber ±2–4%), der volumetrische dafür einfacher und in der Anschaffung günstiger.
Lässt sich ein DSL V zur gravimetrischen Ausführung aufrüsten?
Ja — das ist einer der wesentlichen Vorzüge der Baureihe DSL. Die Konstruktion des volumetrischen DSL V ist mit dem Wägesystem und dem Controller der gravimetrischen Ausführung DSL G kompatibel. Die Aufrüstung besteht daher im Hinzufügen von Wägezellen und einem PID-Regler, ohne den Dosierer selbst zu tauschen. So lässt sich mit der günstigeren volumetrischen Lösung beginnen und bei Bedarf auf ein vollständiges Loss-in-Weight-System umsteigen.
Wie genau ist ein volumetrischer Dosierer?
Der maximale Dosierfehler nach der Kalibrierung beträgt ±2–4% vom Sollwert. In der Praxis hängt die Genauigkeit davon ab, wie konstant die Schüttdichte bleibt — je homogener das Produkt, desto besser die Wiederholgenauigkeit. Zu beachten ist, dass ein volumetrischer Dosierer Dichteschwankungen nicht automatisch ausgleicht; bei Materialien mit wechselnden Eigenschaften empfiehlt sich daher eine regelmäßige Nachkalibrierung oder die Aufrüstung zum gravimetrischen System.
Wofür wird ein volumetrischer Dosierer am häufigsten eingesetzt?
Die häufigsten Anwendungen sind die Zuführung von Material in einen Wägebehälter oder Mischer, die Beschickung pneumatischer Förderanlagen, die Dosierung in Verpackungslinien und die Rohstoffzuführung unter Big-Bag-Entleerstationen. Darüber hinaus bewährt sich der DSL V als eigenständiges Dosiersystem in einfacheren kontinuierlichen Anwendungen, in denen keine präzise Massenkontrolle gefordert ist.
Wie wähle ich die Baugröße des Schneckendosierers passend zur Leistung?
Ausgangspunkt sind der geforderte Volumenstrom und die Materialeigenschaften. Die Baureihe DSL V umfasst drei Baugrößen: DSL35 V (0,5–450 l/h), DSL75 V (7–5.000 l/h) und DSL150 V (70–25.000 l/h). Jedes Dosierorgan bietet einen Regelbereich von 1:12, und der Wechsel auf eine Schnecke oder Spirale anderen Durchmessers erweitert den Bereich eines Geräts zusätzlich. Die Baugröße wird so gewählt, dass die Betriebsleistung in der Mitte des Bereichs liegt — am besten auf Grundlage von Dosierversuchen mit dem tatsächlichen Material.
Eignet sich der Dosierer für explosionsgefährdete Bereiche?
Ja — wir bieten die DSL V in eigensicherer Ausführung nach der ATEX-Richtlinie an. Alle elektrischen Komponenten sind für den Betrieb in staubexplosionsgefährdeten Bereichen zertifiziert, und die Konstruktion gewährleistet einen durchgängigen Potentialausgleich zur ordnungsgemäßen Ableitung elektrostatischer Ladungen.

Warum InterProcess

Warum unsere Lösungen wählen?

Eigene Fertigung

Die DSL V konstruieren und fertigen wir im eigenen Werk.

Aufrüstpfad

Jeder DSL V lässt sich zur gravimetrischen Ausführung DSL G aufrüsten.

Komplette Abwicklung

Vom Entwurf bis zu Inbetriebnahme und Service.

Erfahrung in vielen Branchen

Lebensmittel, Chemie, Pharmazeutik, Bauwesen.

Sicherheit und Hygiene

Systeme konform mit ATEX, HACCP und GMP.

Technischer Support und Service

Mit schneller Reaktion, auf Wunsch rund um die Uhr.

Brauchen Sie einen volumetrischen Dosierer?

Nehmen Sie Kontakt auf — unsere Ingenieure legen die optimale Lösung für Ihren Prozess aus. Wir bieten außerdem Dosierversuche mit Ihrem Material an und helfen bei der Einschätzung, ob eine volumetrische Lösung genügt oder sich die gravimetrische Ausführung lohnt.

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