Gravimetrische Schneckendosierer

Gravimetrische Schneckendosierer DSL G

Loss-in-Weight-Dosierer für die kontinuierliche und chargenweise Dosierung von Schüttgütern: von Stäuben mit wenigen Mikrometern Korngröße bis zu Granulaten und Pellets. Drei Baugrößen — DSL35 G, DSL75 G und DSL150 G — decken den Bereich von 1 bis 25.000 kg/h ab.

<±0,5% Genauigkeit bei kontinuierlicher Dosierung 1 – 25.000 kg/h Leistungsbereich ø18 – ø150 mm Dosierschnecken und -spiralen FDA · EHEDG · ATEX Konformität der Ausführung

Die Baureihe DSL G

Drei Baugrößen, ein Funktionsprinzip

Jeder DSL G besteht aus einem Vorratsbehälter, einer Kammer mit dem Dosierorgan, einem horizontalen Rührwerk und einem Antrieb. Die gesamte Einheit ruht auf Wägezellen: Der Controller misst die Gewichtsabnahme, ermittelt daraus den tatsächlichen Massenstrom und korrigiert die Schneckendrehzahl über einen PID-Regler. Eine Änderung der Schüttdichte wirkt sich nicht auf das Ergebnis aus, da die Masse geregelt wird und nicht das Volumen.

Die Leistungen sind volumetrisch angegeben. Massenstrom = Leistung × Schüttdichte des Materials, zum Beispiel 200 l/h × 0,55 kg/l ≈ 110 kg/h. Der Minimalwert gilt für die kleinste Vollschnecke bei 10 min⁻¹, der Maximalwert für die größte Spirale bei 200–250 min⁻¹.

Schneckendosierer DSL35 G

Mikrokomponenten mit Laborgenauigkeit

Gravimetrischer Schneckendosierer DSL35 G
DSL35 G mit 65-l-Behälter (verfügbar 30–65 l)

Das kleinste Modell der Baureihe, ausgelegt für geringe Mengenströme und teure Rohstoffe. Schnecken von ø18–35 mm liefern bereits bei Leistungen im Bereich eines Kilogramms pro Stunde einen gleichmäßigen Strom, und der Behälter mit 30–65 l und steilen Wänden erzwingt eine gleichmäßige Entleerung. Die geringe Bauhöhe erlaubt die Aufstellung direkt über einer Rezepturwaage, einem Mischer oder dem Extrudereinlauf.

Konfiguration

Kammer mit einem horizontalen Rührwerk, Behälter mit 30, 40 oder 65 l mit Deckel und Einfüllstutzen, Auslauf mit Auslaufrohr. Wägerahmen mit zwei Wägezellen der Klasse C3. Optional Wägecontroller mit HMI-Panel im Edelstahlgehäuse, hygienische Ausführung nach EHEDG sowie ATEX-Ausführung.

Technische Daten DSL35 G

  • Leistung1 – 450 l/h
  • DosierorganSchnecke oder Spirale ø18 – ø35 mm
  • Vorratsbehälter30 · 40 · 65 l
  • Typische MaterialienMikrokomponenten, Farbstoffe, Aromen, Wirkstoffe (API)

Schneckendosierer DSL75 G

Standard für Produktionslinien

Das am häufigsten gewählte Modell für Rezepturkomponenten in kontinuierlichen und chargenweisen Linien. Dosierorgane von ø35–74 mm verarbeiten sowohl feine kohäsive Pulver als auch Granulate, und Behälter mit 100–300 l erlauben es, die Nachfüllfrequenz an die Linienleistung anzupassen. Ein typisches Gerät in Mehrkomponentenstationen, in denen mehrere DSL75 G parallel auf eine gemeinsame Waage oder einen Mischer arbeiten.

Konfiguration

Kammer mit einem oder zwei horizontalen Rührwerken, Behälter mit 100, 200 oder 300 l, Wägerahmen mit drei Wägezellen der Klasse C3. Befüllung von Hand, aus dem Big-Bag oder über eine Zellenradschleuse mit automatischem Nachfüllen nach dem Signal des Mindestfüllstands. Optional ein zusätzliches vertikales Rührwerk, hygienische Ausführung nach EHEDG sowie ATEX-Ausführung.

Technische Daten DSL75 G

  • Leistung7 – 5.000 l/h
  • DosierorganSchnecke oder Spirale ø35 – ø74 mm
  • Vorratsbehälter100 · 200 · 300 l
  • Typische MaterialienRezepturkomponenten, Vormischungen, Füllstoffe
Gravimetrischer Schneckendosierer DSL75 G
DSL75 G mit 300-l-Behälter (verfügbar 100–300 l)

Schneckendosierer DSL150 G

Industrielle Leistung

Gravimetrischer Schneckendosierer DSL150 G auf dem Wägerahmen
DSL150 G mit 600-l-Behälter (verfügbar 400–2.400 l)

Das größte Modell für Hauptrohstoffe und große Massenströme. Dosierorgane von ø74–150 mm, zylindrische Behälter von 400 bis 2.400 l sowie ein Wägerahmen, der für die Befüllung aus Big-Bags, über eine Zellenradschleuse oder über pneumatische Förderung vorbereitet ist.

Konfiguration

Zylindrischer Behälter ø850 mm (400 oder 600 l) oder ø1200 mm (1.200, 1.800 oder 2.400 l), Kammer mit zwei horizontalen Rührwerken, Wägerahmen mit drei Wägezellen der Klasse C3, ausgelegt auf die Masse des gefüllten Behälters. Automatische Befüllung aus dem Silo, dem Big-Bag oder der pneumatischen Förderung mit Entlüftung des Behälters. Optional ein System zur Materialauflockerung im Behälter sowie ATEX-Ausführung.

Technische Daten DSL150 G

  • Leistung70 – 25.000 l/h
  • DosierorganSchnecke oder Spirale ø74 – ø150 mm
  • Vorratsbehälter400 · 600 l (ø850 mm)
    1.200 · 1.800 · 2.400 l (ø1200 mm)
  • Typische MaterialienHauptrohstoffe, große Massenströme

Dosiererauslegung

Unsicher, welches Modell das richtige ist? Füllen Sie den Auslegungsfragebogen aus

Die Materialdaten, die geforderte Leistung und die Betriebsart genügen, damit unsere Ingenieure Baugröße, Dosierorgan und Ausführung festlegen. Sie erhalten von uns einen Konfigurationsvorschlag und ein Angebot.

Gemeinsam für die ganze Baureihe

Dasselbe Wägesystem, dieselben Werkstoffe

Die Modelle unterscheiden sich in der Größe von Kammer, Behälter und Dosierorgan. Messsystem, Steuerung, Werkstoffe und Ausführungsvarianten sind identisch, sodass sich Dosierer unterschiedlicher Baugrößen in einer Station an einem gemeinsamen Controller kombinieren lassen.

  • Genauigkeit, kontinuierliche Dosierung<±0,5% vom Sollwert
  • Genauigkeit, chargenweise Dosierung±0,1 – 0,5% bei Chargen über 1 kg
  • Regelbereich1:10 (Verhältnis von maximaler zu minimaler Leistung eines Dosierorgans)
  • Messsystemsteifer Wägerahmen, 2 oder 3 Wägezellen der Klasse C3, Edelstahl, IP68/IP69K
  • Rührwerkein oder zwei horizontale Rührwerke; sie verhindern Brückenbildung und sorgen für eine gefüllte Schnecke. Optional ein zusätzliches vertikales Rührwerk
  • AntriebSEW-Getriebemotoren, 3 × 400 V AC, über Frequenzumrichter geregelt
  • SteuerungWägecontroller mit PID-Regler, Kommunikation über 4–20 mA, Profibus, Profinet, Modbus und EtherNet/IP. Mehr dazu: Wägeelektronik
  • WerkstoffeStahl 1.4301 (AISI 304) oder 1.4404 (AISI 316L); produktberührte Teile mit FDA-Zulassung
  • OberflächenbehandlungGlasperlstrahlen oder Elektropolieren
  • Optionenhygienische Ausführung nach EHEDG, ATEX-Ausführung

Referenzen DSL G · zum Vergrößern klicken

Auswahl des Dosierorgans

Spirale oder Vollschnecke?

Die Wahl zwischen Schnecke und Spirale entscheidet über die Gleichmäßigkeit des Materialstroms und die Stabilität der Regelung. Wir richten den Typ des Dosierorgans nach den Materialeigenschaften aus, nicht nach der Baugröße des Dosierers.

Dosierspirale (Wendel) ohne Führungswelle

Spirale (Wendel)

Einsatz bei Materialien, die

  • schwer fließen, zum Beispiel Mehl, Soda oder Granulate
  • fein und klebrig sind und sich an der Kernwelle ablagern, zum Beispiel Kakao oder Titandioxid
  • grobkörnig sind und Reibung zwischen Kernwelle und Dosierrohr verursachen
  • erhöhte Hygieneanforderungen stellen, zum Beispiel in der Lebensmittelbranche
Vollschnecke mit Führungswelle

Vollschnecke

Einsatz bei Materialien, die

  • gut fließen und sehr rieselfähig sind, zum Beispiel Salz oder Zucker
  • zur Belüftung und zum unkontrollierten Ausfließen neigen, zum Beispiel Karbonate oder Gips
  • stark abrasiv sind, zum Beispiel Quarzsand
  • bruchempfindlich sind, zum Beispiel Flocken oder löslicher Kaffee

Unsicher, welches Dosierorgan das richtige ist? Wir führen Dosierversuche mit dem Material des Kunden durch: Die Wahl von Schnecke oder Spirale bestätigen wir durch Messung, nicht allein anhand von Katalogdaten.

Materialversuch vereinbaren

Ausführungsvarianten

Hygienische Ausführung nach EHEDG und ATEX-Ausführung

Gravimetrischer Schneckendosierer in hygienischer Ausführung nach EHEDG

Hygienische Ausführung nach EHEDG

Bereits die Standardausführung erfüllt die Anforderungen der Lebensmittelindustrie: Alle produktberührten Werkstoffe sind FDA-zugelassen oder aus Edelstahl.

Für anspruchsvolle Anwendungen bieten wir eine Ausführung nach den EHEDG-Empfehlungen: Kammer und Rahmen auf einfache Reinigung ausgelegt, Dosierorgan und Rührwerk werkzeuglos demontierbar, Stahl 316L, Innenflächen und Schweißnähte auf Ra<0,8 µm geschliffen, aseptische Motoren ohne Rippen und Lüfter.

Schmierstoffe ausschließlich der Klasse NSF H1. Elektrogehäuse optional im Standard Rittal HD (Hygienic Design): Edelstahl, geneigte Flächen, beständig gegen Hochdruckreinigung.

Dosierer in explosionsgefährdeten Bereichen (ATEX)

Für staubexplosionsgefährdete Bereiche liefern wir Dosierer in einer Ausführung nach der ATEX-Richtlinie: zertifizierte elektrische Komponenten, Antriebe und Sensoren der entsprechenden Kategorie sowie durchgängiger Potentialausgleich zur Ableitung elektrostatischer Ladungen.

Gravimetrischer Schneckendosierer in ATEX-Ausführung für explosionsgefährdete Bereiche

Gravimetrisch vs. volumetrisch

Welches Dosierverfahren wählen?

Ein volumetrischer Dosierer fördert das Material mit konstanter Schneckendrehzahl und setzt eine konstante Schüttdichte voraus; ohne Rückführung schlägt sich jede Änderung der Materialeigenschaften als Dosierfehler nieder, typischerweise ±1–5%. Ein gravimetrischer Dosierer misst die Gewichtsabnahme und korrigiert die Drehzahl im geschlossenen Regelkreis, wodurch der Fehler unabhängig vom Rohstoff unter ±0,5% bleibt. Dieser Unterschied zählt bei Mehrkomponentenrezepturen, teuren Rohstoffen und Qualitätsaudits.

Parameter Gravimetrisch loss-in-weight Volumetrisch
MessprinzipKontinuierliche Messung der GewichtsabnahmeKonstantes Volumen je Zeiteinheit
Genauigkeit (kontinuierliche Dosierung)<±0,5% vom Sollwert±1–5% vom Sollwert nach Linearisierung des Bereichs
Genauigkeit (chargenweise Dosierung)±0,1–0,5% (abhängig vom Messbereich der Wägezellen und der Chargengröße)Keine direkte Kontrolle der Chargenmasse
Kompensation von Dichteschwankungen✓ Automatisch, geschlossener Regelkreis✗ Keine, Kalibrierung erforderlich
Regelung in Echtzeit✓ PID-Regler✗ Steuerung im offenen Regelkreis
Dokumentation des Mengenstroms✓ Aufzeichnung des tatsächlichen Massenstroms✗ Nur Überwachung der Drehzahl
Konformität GMP / HACCP✓ Vollständige Validierung und ChargenrückverfolgbarkeitEingeschränkt
InvestitionskostenHöher (Wägesystem und Controller)Niedriger, einfachere Konstruktion
Wann wählen?Mehrkomponentenrezepturen, teure Rohstoffe, QualitätsauditsHomogene Materialien mit konstanter Schüttdichte

Die DSL G können auch volumetrisch arbeiten. Einfachere Anwendungen decken unsere volumetrischen Schneckendosierer.

Betriebsarten

Kontinuierliche und chargenweise Dosierung

Jeder DSL G arbeitet in beiden Betriebsarten; die Umschaltung erfolgt im Controller. Die Wahl hängt von der Art der Produktion, der Flexibilität der Rezepturen und der geforderten Leistung ab.

Kontinuierliche Dosierung (continuous)

Das Material wird ununterbrochen mit geregeltem Massenstrom gefördert. Der Controller vergleicht die gemessene Gewichtsabnahme mit dem Sollwert und korrigiert die Schneckendrehzahl laufend.

  • ein gleichmäßiger, präzise geregelter Materialstrom
  • Beschickung von Durchlaufmischern, Extrudern und Reaktoren
  • automatische Umschaltung in den volumetrischen Betrieb während der Behälterbefüllung
  • Einbindung mehrerer Dosierer in ein Master/Slave-System
  • eine deutliche Verringerung der Materialverluste

Chargenweise Dosierung (batching)

Es wird eine vorgegebene Materialmasse abgemessen. Nach dem Abmessen der Charge hält der Dosierer an und wartet auf den nächsten Zyklus; die typische Genauigkeit liegt bei ±0,1–0,5% für Chargen über 1 kg.

  • präzises Abmessen einer vorgegebenen Masse mit Endkontrolle
  • vollständige Rückverfolgbarkeit jeder Charge
  • Handhabung von Mehrkomponentenrezepturen
  • vereinfachte Validierung in der Pharmaproduktion (GMP)
  • eine bewährte Lösung bei häufigem Produktwechsel

Behälterbefüllung ohne Unterbrechung der Dosierung

Die gewogene Einheit ist über flexible Manschetten mit dem Befüllsystem und dem Auslaufrohr verbunden, sodass äußere Kräfte die Messung nicht beeinflussen. Sinkt der Füllstand im Behälter unter das Minimum, startet der Controller die Befüllung, und der Dosierer wechselt für diese Zeit mit der zuletzt gespeicherten Drehzahl in den volumetrischen Betrieb. Nach der Befüllung kehrt er zur gravimetrischen Regelung zurück.

Chargenweise Dosierung

Dosierung nach Rezeptur

Wir bauen Schneckendosierer in Mehrkomponenten-Verwiegestationen ein, in denen jedes Gerät einen eigenen Rohstoff fördert. Ein übergeordneter Controller leitet aus der Rezeptur die Chargengröße oder den Mengenstrom ab, im Chargenbetrieb oder im kontinuierlichen Betrieb.

Über die Wägevariante entscheiden die Zahl der Komponenten, die Zykluszeit und die geforderte Genauigkeit:

Mehrkomponenten-Verwiegestation für Rezepturen: Schneckendosierer radial über einer gemeinsamen Behälterwaage angeordnet, Ausführung in Edelstahl
Mehrkomponenten-Verwiegestation für Rezepturen: Schneckendosierer radial über einer gemeinsamen Behälterwaage angeordnet, mit Auslaufstutzen, die in einem Punkt zusammenlaufen.

Gain-in-weight

Verwiegen in eine externe Waage

Die preisgünstigste Chargenvariante: Die Komponenten gelangen nacheinander in eine gemeinsame Behälterwaage. Bei hohen Anforderungen kommen Zwischenwaagen oder eine Fahrwaage zum Einsatz, die nacheinander unter die einzelnen Dosierer gefahren wird. Die Homogenisierung erfolgt im Mischer.

Loss-in-weight

Dosierung direkt von der Waage

Jeder Dosierer hat seine eigene Waage, sodass die Komponenten parallel gefördert werden. Das verkürzt den Zyklus und homogenisiert die Mischung bereits während der Dosierung vor. Im kontinuierlichen Betrieb lässt sich damit ein Chargenmischer durch einen deutlich kleineren Durchlaufmischer ersetzen.

Dosiergenauigkeit

Was die Massenmessung stört und wie wir das kompensieren

Die Genauigkeit eines Loss-in-Weight-Dosierers hängt vom Material und vom Umfeld der Waage ab, nicht allein von der Elektronik. Die häufigsten Fehlerquellen und ihre Kompensation im DSL G:

Schwingungen und Stöße

Schwingungen benachbarter Maschinen und der Hallenkonstruktion dämpfen wir mechanisch im Rahmen des Dosierers, und das Signal der Wägezellen filtern wir digital im Controller.

Druckunterschiede

Unter- oder Überdruck im Auslaufrohr, der Betrieb eines Mischers oder eine Stickstoffinertisierung verfälschen die Messung. Wir setzen eine Druckkompensation an Ein- und Auslauf sowie flexible Entkopplungsmanschetten ein.

Brückenbildung im Behälter

Kohäsive Materialien bleiben über der Schnecke hängen. Abhilfe schaffen Rührwerke, ein geeigneter Neigungswinkel der Behälterwände und, bei den schwierigsten Pulvern, ein Behälter mit Auflockerungssystem.

Schwankende Schüttdichte

Die Dichte des Rohstoffs ändert sich mit der Charge, der Feuchte und dem Füllgrad des Behälters. Der gravimetrische Regler korrigiert die Drehzahl laufend, sodass der vorgegebene Massenstrom konstant bleibt.

Verstopfungen im Dosierrohr

Verbackende oder faserige Produkte blockieren das Dosierorgan. Wir wählen Schnecken mit veränderlicher Steigung oder eine Spirale ohne Kernwelle, die das Material selbsttätig auflockert.

Kurzzeitgenauigkeit

Bei sehr kleinen Leistungen zählt die Gleichmäßigkeit des Materialstroms im Sekundenbereich. Mehrgängige Schnecken, höhere Drehzahlen bei kleinerem Querschnitt und spezielle Auslaufrohrenden verbessern sie.

Proportionale Dosierung

Mehrkomponenten-Dosiersysteme

Bei der kontinuierlichen proportionalen Dosierung fördern mehrere Loss-in-Weight-Dosierer die Komponenten gleichzeitig auf einen gemeinsamen Förderer oder direkt in den Prozess. Jeder misst die Gewichtsabnahme seines eigenen Behälters, sodass der Mengenstrom jeder Komponente bekannt ist und unabhängig geregelt wird. Ein Dosierer arbeitet als Master, die übrigen als Slaves und halten ein festes Massenverhältnis zur Hauptkomponente.

Eine Änderung der Leistung des Master-Dosierers verändert die Mengenströme aller Slave-Dosierer proportional, sodass die Rezepturverhältnisse unabhängig von der Linienleistung konstant bleiben und die Behälter ohne Unterbrechung der Dosierung befüllt werden. InterProcess liefert komplette Stationen: Auslegung der Dosierer, Wägecontroller mit industrieller Kommunikation und Rezepturautomatisierung.

Dosierer A MASTER Dosierer B SLAVE 1 Dosierer C SLAVE 2 Dosierer D SLAVE 3 Steuerung · Feldbus 4–20 mA · Profibus Profinet · Modbus EtherNet/IP Komponente A Komponente B Komponente C Komponente D in den Prozess Gemeinsamer Abzugsförderer: ein stabiler Strom der Mehrkomponentenmischung Proportionale kontinuierliche Dosierung, Vorhomogenisierung bereits auf dem Förderer

Branchen und Anwendungen

Anwendungen in Schlüsselbranchen

Gravimetrischer Schneckendosierer in der Lebensmittelindustrie

Lebensmittel

Gewürze, Mehlmischungen, Milchpulver, Instantprodukte und Vormischungen. Ausführung nach HACCP, Werkstoffe mit FDA-Zulassung, optional EHEDG.

Gravimetrischer Schneckendosierer in der Pharmaindustrie

Pharmazeutik

Wirkstoffe (API), Hilfsstoffe und Vormischungen. GMP-Konformität, Prozessvalidierung und Chargenrückverfolgbarkeit, hygienische Ausführung für Reinräume.

Gravimetrischer Schneckendosierer in der chemischen Industrie

Chemie

Pigmente, Füllstoffe, Pflanzenschutzmittel und Düngemittel. Korrosionsbeständige Ausführungen sowie ATEX-Varianten für staubexplosionsgefährdete Bereiche.

Gravimetrische Dosierung von Kunststoffgranulat in den Extruder

Kunststoffe

Granulate, Regranulate, Füllstoffe und Farbstoffe. Kontinuierliche Dosierung direkt in den Extruder unter Einhaltung der Rezepturverhältnisse.

Gravimetrische Dosierung staubender Rohstoffe in der Kosmetikindustrie

Kosmetik

Puder, Talkum und stark staubende Rohstoffe. Kleine Dosen mit hoher Genauigkeit, dichte Bauweise und einfache Reinigung zwischen den Chargen.

Rezepturverwiegung von Vormischungen in der Futtermittelindustrie

Futtermittel

Schrote, Vormischungen, Vitamine und Mikrokomponenten. Rezepturverwiegung mit Aufzeichnung des Verbrauchs jeder Komponente.

Gravimetrische Dosierung von Zement und Zuschlagstoffen in der Baustoffindustrie

Baustoffe

Zement, Kalk, Gips, Zuschlagstoffe und Zusatzmittel. Konstruktion für abrasive und schwere Materialien bei hohen Leistungen.

Gravimetrische Dosierung von Sorbentien und Biomasse in der Energiewirtschaft

Energie und Umweltschutz

Sorbentien, Kalkhydrat, Aktivkohle und Biomasse. Kontinuierliche Dosierung in Rauchgasreinigungsanlagen.

FAQ

Häufig gestellte Fragen

Worin unterscheidet sich die gravimetrische von der volumetrischen Dosierung?+
Beim volumetrischen Verfahren wird das Material mit konstanter Schneckendrehzahl gefördert, unter der Annahme einer konstanten Schüttdichte und ohne Rückführung. Ein gravimetrischer Dosierer (Loss-in-Weight) misst dagegen die Gewichtsabnahme in Echtzeit und korrigiert die Schneckendrehzahl über einen PID-Regler. Dadurch erreicht er eine Genauigkeit von <±0,5% auch bei schwankenden Materialeigenschaften, während das volumetrische Verfahren nur ±1–5% erreicht.
Welche Materialien kann ich mit dem DSL G dosieren?+
Praktisch alle trockenen Schüttgüter, von Stäuben mit wenigen µm Korngröße bis zu Granulaten und Pellets: gut fließende wie Salz und Zucker, schwer fließende wie Mehl und Soda, zur Belüftung neigende wie Karbonate und Gips, abrasive wie Quarzsand und bruchempfindliche wie Flocken und löslicher Kaffee. Voraussetzung ist die richtige Wahl des Dosierorgans: Vollschnecke oder Spirale.
Was geschieht während der Behälterbefüllung im kontinuierlichen Betrieb?+
Der Dosierer wechselt in den volumetrischen Betrieb und fördert das Material mit der unmittelbar vor der Befüllung gespeicherten Drehzahl. Nach dem Auffüllen des Behälters kehrt er zur gravimetrischen Regelung zurück. Die Dosierung wird nicht unterbrochen.
Eignet sich der Dosierer für die Lebensmittel- oder Pharmaindustrie?+
Ja. Serienmäßig sind alle produktberührten Teile aus Edelstahl mit FDA-Zulassung. Für anspruchsvolle Anwendungen bieten wir die EHEDG-Ausführung: Schweißnähte auf Ra<0,8 µm geschliffen, Stahl 316L, aseptische Motoren und werkzeugloser Ausbau zur Reinigung. Die Ausführung erfüllt die Anforderungen von GMP und HACCP.
Wie wähle ich den passenden Dosierer für meinen Prozess?+
Wir beginnen beim Material: Korngröße, Schüttdichte, Feuchte, Schüttwinkel, Neigung zum Verbacken oder zur Belüftung. Danach die Prozessanforderungen: kontinuierlicher oder Chargenbetrieb, Genauigkeit, Chargengröße, Umgebungsbedingungen. Auf dieser Grundlage wählen wir die Baugröße — DSL35, DSL75 oder DSL150 G — und das Dosierorgan: Vollschnecke mit Kernwelle oder Spirale ohne Kernwelle. Dabei hilft der Auslegungsfragebogen; bei schwierigen Materialien führen wir Versuche durch.
Was ist ein Rührwerk und wozu dient es?+
Ein Rührwerk ist ein horizontales Rührorgan über dem Dosierorgan. Es verhindert Brückenbildung und das Hängenbleiben von Material im Behälter und sorgt für eine vollständige, gleichmäßige Füllung der Schnecke, was vor allem bei kohäsiven und feinen Materialien zählt. Je nach Konfiguration hat ein DSL G ein oder zwei Rührwerke.
Können die DSL G im Chargenbetrieb nach Rezeptur arbeiten?+
Ja. Im Chargenbetrieb fördert der Dosierer eine vorgegebene Portion der Komponente und kontrolliert deren Masse entweder selbst (Loss-in-Weight) oder verwiegt in eine externe Waage oder eine Behälterwaage (Gain-in-Weight). In einer Mehrkomponenten-Verwiegestation führt ein zentraler Controller die Rezeptur, zeichnet den Verbrauch jedes Rohstoffs auf und übergibt die Daten an das übergeordnete System des Werks. Mehr dazu im Abschnitt Dosierung nach Rezeptur.

Warum InterProcess

Warum unsere Lösungen wählen?

Eigene Fertigung

Die DSL G konstruieren und fertigen wir im eigenen Werk.

Dosierversuche

Wir prüfen Ihr Material vor dem Kauf an einem realen Dosierer.

Komplette Abwicklung

Vom Entwurf und Materialversuch bis zu Inbetriebnahme und Service.

Erfahrung in vielen Branchen

Lebensmittel, Chemie, Pharmazeutik, Kunststoffe und Energiewirtschaft.

Sicherheit und Hygiene

Systeme konform mit ATEX, HACCP, GMP und EHEDG.

Technischer Support und Service

Schnelle Reaktion, auf Wunsch rund um die Uhr.

Brauchen Sie einen gravimetrischen Dosierer?

Unsere Ingenieure legen Baugröße und Dosierorgan auf Ihr Material und Ihren Prozess aus. Wir bieten Dosierversuche mit einer Probe Ihres Produkts an.

Heizkraftwerk: Loss-in-Weight-Schneckendosierer in einer Sorbensdosieranlage, mit pneumatischem Abzug.
Heizkraftwerk: Loss-in-Weight-Schneckendosierer in einer Sorbensdosieranlage, mit pneumatischem Abzug. · 1/4
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Chemiewerk: gravimetrische Dosierer auf Wägerahmen, mit Servicezugang von einer Prozessbühne.
Chemiewerk: gravimetrische Dosierer auf Wägerahmen, mit Servicezugang von einer Prozessbühne. · 2/4
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Raffinerie: Loss-in-Weight-Dosierer unter Silos in einer Außenanlage.
Raffinerie: Loss-in-Weight-Dosierer unter Silos in einer Außenanlage. · 3/4
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Lebensmittelbetrieb: hygienische Schneckendosierer dosieren Rezepturkomponenten in einen Mischer.
Lebensmittelbetrieb: hygienische Schneckendosierer dosieren Rezepturkomponenten in einen Mischer. · 4/4
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