Behaelterwaagen

Industriesilos mit einem Behälterwägesystem von InterProcess

Produkte · Wiegen

Behälter- und Silowaagen

Die präziseste Methode, die Materialmenge in Industriebehältern, Silos, Mischern und Reaktoren zu bestimmen. Das gravimetrische Wiegen ist von den physikalischen Eigenschaften des Mediums – Pulver, Granulat, Flüssigkeit oder Gas – völlig unabhängig und bleibt auch bei staubenden, schäumenden oder korrosiven Materialien genau.

von zehn kg bis über 100 t Nennlast einer einzelnen Wägezelle neue und vorhandene Behälter individuell ausgelegt ATEX · HACCP · GMP Konformität der Ausführung

Was Behälterwägen bedeutet

Unmittelbare Massemessung statt geschätztem Füllstand

Behälterwaagen – auch Silowaagen, Wägesätze für Behälter oder Behälterwägesysteme genannt – messen die Masse unmittelbar und nicht einen in ein Volumen umgerechneten Füllstand. Anders als kapazitive, Radar- oder Ultraschallsonden benötigt die gravimetrische Methode weder Dichte noch Dielektrizitätskonstante oder Schallgeschwindigkeit im Medium und wird durch Staub, Schaum, Brückenbildung oder Verbackungen nicht gestört.

Bei InterProcess legen wir jede Behälterwaage individuell aus, für neu gebaute wie für vorhandene Behälter. Die Wägezellen werden unmittelbar in den Behälterstützen montiert, zusammen mit den passenden Lasteinleitungselementen, Anfahrschutz, Zugstangen und einem Wägeterminal. Bei der Modernisierung bestehender Anlagen lassen sich stattdessen aufschraubbare Dehnungssensoren einsetzen – Massemessung ohne Eingriff in die Behälterkonstruktion.

100+ t

Nennlast einer einzelnen Wägezelle – ab einigen zehn Kilogramm aufwärts

3 · 4 · 6 · 8

Wägezellen unter dem Behälter – eine je Stütze

IP67 / IP68

Schutzart der Wägezellen – Edelstahl oder vernickelte Ausführung

Funktionsprinzip

Von der Wägezelle in der Stütze bis zum Massewert

Eine typische Silowaage besteht aus Wägezellen in den Behälterstützen, Montagesätzen (Wägemodulen) für die korrekte Lasteinleitung, einem Anschlusskasten zur Signalsummierung und einem Wägeterminal (Integrator). Die Wägezellen – meist Scher- oder Druckkraftaufnehmer – erzeugen ein zur Last proportionales elektrisches Signal.

Die Signale aller Wägezellen werden summiert und anschließend vom Wägeterminal in einen Massewert in Kilogramm oder Tonnen umgerechnet, der auch im übergeordneten System des Werks zur Verfügung steht.

flexibler Kompensator Wägemodule mit Wägezellen in jeder Behälterstütze Anschlusskasten Signalsummierung 12 480 kg Wägeterminal (Integrator) PLC / SCADA Modbus · Profibus EtherNet/IP

Schema eines Behälterwägesystems – die Signale der Wägezellen in den Stützen werden im Anschlusskasten summiert und vom Wägeterminal in einen Massewert umgerechnet.

Was die Genauigkeit bestimmt

Entscheidend für die einwandfreie Funktion einer Behälterwaage ist die Ausschaltung von Seitenkräften, die aus starren Verbindungen des Behälters mit Rohrleitungen, Lüftungskanälen oder anderen Anlagenteilen entstehen können. Passende Wägemodule mit Lasteinleitungselementen, Anfahrschutz und Zugstangen kompensieren diese Kräfte.

  • Kompensation von Seitenkräftenflexible Kompensatoren an den Anschlüssen, Anfahrschutz und Zugstangen in den Modulen
  • Klasse der WägezellenNennlast und Genauigkeitsklasse passend zur konkreten Anwendung
  • KalibrierungQualität der Systemkalibrierung nach der Montage und im Betrieb
  • TragkonstruktionStabilität der Stützen und korrekte Lasteinleitung in die Zellen

Systemkomponenten

Woraus ein Wägesatz für Behälter besteht

Jeder Wägesatz wird individuell ausgelegt – nach der Form der Behälterfüße, den Umgebungsbedingungen und der geforderten Genauigkeit.

Druckkraftaufnehmer in Säulenbauform aus Edelstahl für Behälter- und Silowaagen

Wägezellen

Scher- oder Druckkraftaufnehmer, aus Edelstahl oder vernickelt, mit Schutzart IP67/IP68. Meist in einer Konfiguration mit drei oder vier Zellen je Behälter. Nennlasten von einigen zehn Kilogramm bis über 100 Tonnen je Zelle.

Wägemodul mit Wägezelle und Zugstange in der Stütze eines Prozessbehälters

Wägemodule

Montagesätze (Wägemodule) mit Lasteinleitungselementen, Anfahrschutz und Zugstangen, aus lackiertem, verzinktem oder Edelstahl. An die Form der Behälterfüße angepasst, was eine schnelle und präzise Montage ermöglicht.

Wägeterminal (Integrator) für Behälterwaagen — Masseanzeige und Kommunikation mit SPS/SCADA

Messelektronik

Wägeterminals (Integratoren) und Steuerungen – von einfachen Anzeigegeräten bis zu HMI-Panels mit Funktionen für Dosierung, Bilanzierung und Kommunikation mit SPS/SCADA. Anschlusskästen, Klemmkästen und Verkabelung.

Modernisierung ohne Eingriff in die Konstruktion – Dehnungssensoren

Wir legen Wägesätze für neu gebaute wie für vorhandene Behälter aus. Die Montageplatten passen wir an die Form der Behälterfüße an, sodass die Montage keinen Umbau der Konstruktion erfordert.

Wo eine Änderung der Stützen ausscheidet, setzen wir aufschraubbare Dehnungssensoren ein. Sie werden an einem Fuß oder Tragbalken verschraubt und messen die durch die Masseänderung hervorgerufene Verformung der Konstruktion – ohne bauliche Änderungen und ohne den Behälter für Montage und Kalibrierung entleeren zu müssen. Die Genauigkeit liegt unter der eines vollständigen Wägesatzes (Klasse für die Bestandskontrolle, nicht für die Abrechnung) und hängt vom Spannungsniveau in der Stütze sowie vom Einfluss von Temperatur und Wind ab; bei höheren Anforderungen setzen wir daher zwei Sensoren je Stütze mit Temperaturkompensation ein.

Fragen Sie nach der Modernisierung Ihres Behälters
Aufschraubbarer Dehnungssensor an einem Behälterfuß — Zeichnung eines Behälters auf vier Stützen mit vergrößerter Darstellung der Sensormontage am Tragprofil

Dehnungssensoren werden an den Tragprofilen des Behälters montiert – ein oder zwei je Stütze, ohne Eingriff in die Konstruktion.

Wiegen vs. Füllstandmessung

Welches Messverfahren wählen?

Füllstandsonden – Radar, Ultraschall oder kapazitiv – messen die Höhe des Materials und rechnen sie in ein Volumen um; das Ergebnis hängt von der Schüttdichte, der Behältergeometrie und dem Verhalten des Mediums ab. Eine Behälterwaage misst die Masse unmittelbar, also jene Größe, auf die es in Produktion und Abrechnung tatsächlich ankommt.

Parameter Behälterwaage gravimetrisch Füllstandmessung Radar · Ultraschall · Sonden
MessgrößeMasse – unmittelbar, in kg oder TonnenFüllstand → umgerechnet in Volumen und Masse
Abhängigkeit von den Medieneigenschaften✓ keine – Pulver, Granulat, Flüssigkeit oder Gas✗ erfordert Dichte, Dielektrizitätskonstante oder Schallgeschwindigkeit
Staub, Schaum, Brückenbildung✓ ohne Einfluss auf die Messung✗ stören den Messwert der Sonde
Schüttkegel und Verbackungen✓ ohne Bedeutung – Masse bleibt Masse✗ verfälschen den Füllstandwert
Eingriff in den BehälterMontage in den Stützen – keine Öffnungen im Mantel; Dehnungssensoren optionalMontagestutzen im Dach oder in der Behälterwand
Dosieren und Bilanzieren✓ Abwiegen von Chargen, Erfassung von Zu- und Abgängen✗ nur orientierender Füllstand
Investitionskostenhöher – Wägezellen, Module und Terminalniedriger – eine einzelne Sonde
Wann wählen?Bilanzierung, Dosierung, Rezepturen, Abrechnung, schwierige Materialienorientierende Füllstandkontrolle homogener, gut fließender Medien

Funktionen und Betriebsarten

Von der Bestandskontrolle bis zur automatischen Dosierung

Der Funktionsumfang hängt von der eingesetzten Steuerung und der Systemkonfiguration ab – von der einfachen Masseanzeige bis zur vollautomatischen Dosierung.

Kontinuierliche Massemessung

Ständige Anzeige des Füllstands im Behälter – die Grundlage der Rohstoffbestandskontrolle.

  • Masseanzeige am Terminal und im übergeordneten System
  • Alarme für Minimal- und Maximalstände
  • automatische Bestellauslösung bei Erreichen des Mindestbestands

Bilanzierung von Zu- und Abgängen

Materialannahme und -ausgabe mit gleichzeitiger Mengenerfassung – vollständige Kontrolle des Rohstoffflusses durch den Behälter.

  • Erfassung der angenommenen und ausgegebenen Mengen
  • Archivierung der Daten zu Masseänderungen
  • Produktions- und Abrechnungsberichte

Abwiegen und Chargendosierung

Automatisches Abwiegen und Dosieren vorgegebener Materialportionen – der Behälter wird Teil des Dosiersystems.

  • Abmessen vorgegebener Portionen im Chargenbetrieb
  • Ansteuerung von Ventilen, Dosierern, Flachschiebern und Pumpen vom Terminal aus
  • Unterstützung von Mehrkomponenten-Rezepturen

Einbindung in die Anlagenautomatisierung

Die Waage als Teil der Prozessautomatisierung des Werks

Durch die Kommunikation mit übergeordneten Steuerungssystemen (SPS, SCADA) wird die Silowaage zum integralen Bestandteil der Prozessautomatisierung: Daten zu Masseänderungen lassen sich archivieren, Produktionsberichte erzeugen und Behälterbestände aus der Ferne überwachen. Moderne Wägeterminals steuern die Stellglieder – Ventile, Dosierer, Flachschieber und Pumpen – unmittelbar an, ohne zwischengeschaltete Steuerung.

Modbus RTU / TCP Profibus EtherNet/IP Analog- und Relaisausgänge

Wenn Ihre Anwendung eine präzise Dosierung mit aktiver Durchflussregelung erfordert, sehen Sie sich unsere gravimetrischen Schneckendosierer sowie unsere Dosierbandwaagen an.

Systemauswahl

Für welche Behälter legen wir Waagen aus?

Praktisch jede Bauart von Industriebehälter. Die Bauart bestimmt die Auswahl der Wägezellen, der Montagesätze und die Art der Kompensation von Seitenkräften.

Behälterbauart Typisches Medium Entscheidend bei der Auswahl
Lagerbehälter und SilosSchüttgüter, Granulate, Pulver – von einigen hundert Kilogramm bis über 100 TonnenNennlast der Wägezellen, Zugstangen und Anfahrschutz bei Außensilos (Windlast)
Prozessbehälter und MischerRezepturkomponenten, MischungenKompensation dynamischer Kräfte von Rührwerken und Vibratoren
Chemische ReaktorenReagenzien, aggressive Medienflexible Verbindungen an Rohrleitungen und Wärmetauschern
FlüssigkeitstanksMilch, chemische Flüssigkeiten, Kraftstoffekorrosionsbeständige Werkstoffe, hygienische Ausführung
Aufgabetrichter und DosiererBestandteil gravimetrischer Dosiersystemehohe Auflösung und schnelle Dynamik – etwa in Differenzialdosierern

Branchen und Anwendungen

Industrielle Anwendungen von Behälterwaagen

🍞 Lebensmittel- und Futtermittelindustrie

Bestandskontrolle von Rohstoffen in Silos – Mehl, Getreide, Zucker, Futtermittel – sowie Dosierung von Rezepturkomponenten in Mischer.

⚗️ Chemie- und Pharmaindustrie

Präzise Bilanzierung von Reagenzien, Überwachung der Füllstände in Reaktoren und Qualitätskontrolle des Produktionsprozesses.

🏗️ Bau- und Zementindustrie

Wägesätze unter Silos zur Bestandskontrolle von Zement, Kalk und Zuschlagstoffen.

📦 Logistik und Lagerhaltung

Automatische Bestandsüberwachung und Bestellauslösung bei Erreichen des Mindestbestands.

FAQ

Häufig gestellte Fragen

Warum ist Wiegen besser als eine Füllstandmessung?+
Das gravimetrische Wiegen ist unabhängig von den physikalischen Eigenschaften des Materials: Dichte, Dielektrizitätskonstante oder Schallgeschwindigkeit im Medium müssen nicht bekannt sein. Auch Staub, Schaum, Brückenbildung, Schüttkegel oder Verbackungen stören es nicht. Eine Behälterwaage liefert damit eine unmittelbare Messung der Masse – jener Größe, auf die es in Produktion und Abrechnung ankommt.
Lässt sich eine Behälterwaage an einem vorhandenen Behälter nachrüsten?+
Ja – wir legen Wägesätze sowohl für neu gebaute als auch für vorhandene Behälter aus. Die Montageplatten passen wir an die Form der Behälterfüße an, sodass die Montage ohne Umbau der Konstruktion möglich ist. Wo eine Änderung der Stützen ausscheidet, bieten sich aufschraubbare Dehnungssensoren an: Sie werden an vorhandenen Tragelementen befestigt und messen die Verformung der Konstruktion ohne bauliche Eingriffe. Diese Lösung eignet sich für die Bestandskontrolle; bei Abrechnungs- oder Dosieraufgaben bleiben wir beim vollständigen Wägesatz.
Was beeinflusst die Genauigkeit einer Behälterwaage?+
Die häufigste Ursache für Messfehler bei Silowaagen sind zusätzliche Seitenkräfte, die auf den Behälter wirken. Sie entstehen durch starre Rohrleitungsanschlüsse, Lüftungskanäle, Bedienbühnen oder andere Bauteile, die den Behälter berühren. Entscheidend sind daher flexible Kompensatoren an den Anschlüssen und richtig ausgewählte Wägemodule mit Lasteinleitungselementen. Die Genauigkeit hängt außerdem von der Klasse der Wägezellen, der Qualität der Kalibrierung und der Stabilität der Tragkonstruktion ab.
Wie viele Wägezellen benötigt ein Behälter?+
Die Anzahl der Wägezellen entspricht der Zahl der Behälterstützen. Am häufigsten sind drei Zellen (bei Behältern auf drei Füßen – statisch bestimmt und damit am einfachsten) oder vier Zellen (bei rechteckigen Behältern oder solchen mit vier Stützen). Große Silos oder Behälter mit sechs oder acht Füßen erhalten entsprechend mehr Zellen. In jedem Fall wählen wir Nennlast und Genauigkeitsklasse der Zellen passend zur konkreten Anwendung.
Welche Materialien lassen sich in Behältern wiegen?+
Praktisch jedes Material. Eine Behälterwaage misst die Masse unabhängig von den physikalischen Eigenschaften des Mediums und eignet sich daher gleichermaßen für Schüttgüter (Pulver, Granulate, Zement, Getreide, Mehl, Futtermittel), Flüssigkeiten (Milch, chemische Flüssigkeiten, Kraftstoffe, Öle) und Gase. Staubende, korrosive oder schäumende Materialien sowie solche mit wechselnder Dichte oder niedriger Dielektrizitätskonstante – nichts davon beeinflusst die Genauigkeit der gravimetrischen Messung.

Warum InterProcess

Warum unsere Lösungen?

Individuelle Auslegung

Jede Silowaage wird für den konkreten Behälter des Kunden ausgelegt.

Komplettabwicklung

Von der Auswahl der Wägezellen über Montage und Kalibrierung bis zum Service.

Bewährte Komponenten

Wägezellen namhafter Hersteller.

Branchenübergreifende Erfahrung

Lebensmittel, Chemie, Pharma und Bauwesen.

Sicherheit und Hygiene

Systeme konform mit ATEX, HACCP und GMP.

Technischer Support und Service

Mit schneller Reaktionszeit, auch im 24/7-Betrieb.

Brauchen Sie eine Behälterwaage?

Nehmen Sie Kontakt auf – wir erstellen einen individuellen Entwurf für ein Wägesystem, das zu Ihrem Behälter, Silo oder Mischer passt. Technische Unterstützung in jeder Phase: von der Planung über die Auswahl der Wägezellen bis zu Montage und Kalibrierung.